Heimatverein Schönburg e. V.
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Unser „Frühjahrsausflug 2018“ ins Geiseltal

In diesem Jahr waren Mitglieder des Heimatvereines Schönburg mit Freunden und Bekannten zur Fahrt ins Geiseltal aufgerufen. Pünktlich um 09:45 Uhr starteten wir in Schönburg mit einem Reisebus der PVG Burgenlandkreis. Angekommen an der Touristikinformation Braunsbedra ging es nach einer kleinen Pause und einem Blick über die neu gestalteten Marina mit dem Geiseltalexpress rund um den See. In den zwei Stunden auf dem knapp 30 Kilometer langen Rundkurs wurden uns viele Informationen über die Geschichte der Region und des Sees vermittelt.
 

Der Geiseltalsee ist ein Tagebaurestsee und entstand im Zuge von Rekultivierungsmaßnahmen im früheren Braunkohleabbaugebiet Geiseltal nordöstlich von Mücheln. Nach fast 300 Jahren Bergbau entstand hier mit fast 18,4 km² der größte künstlich geschaffene See Deutschlands. Nachdem im Jahr 1993 der Betrieb im Tagebau Geiseltal eingestellt wurde und umfangreiche Erd- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen waren, begann im Jahre 2003 die Flutung des Sees. Seit dem Jahr 2011 ist der See vollständig geflutet. Im Sommer 2012 erfolgte die Teilfreigabe des Geiseltalsees.

 

Drei Aussichtstürme mit einer Höhe von je 14 m rund um den See bieten einen Überblick über die Ausmaße des Geiseltalsees. Die maritime Hafenanlage Marina Mücheln, welche täglich für Besucher geöffnet hat, beherbergt die Hafeninformation mit Biergarten, Boots- und Fahrradverleih, eine Bootsschule und Anleger für die Fahrgastschifffahrt sowie den Liegeplätzen für Segelboote. Ferienwohnungen locken Besucher aus ganz Europa.

 

Gegen den Uhrzeigersinn fahrend, erreichten wir auf halber Strecke den Weinberg „Goldener Steiger“. Einmalig ist der Übergang von Bergbau zum Weinbau: hier befindet sich der erste Weinberg an einem Tagebausee. Der angebotene Wein wurde verkostet und auch die Reben genauestens begutachtet.

 

Nach dem Rundkurs verlegten wir zum Mittag in das Museums-Café Pfännerhall. Eine Führung durch die Zentralwerkstatt Pfännerhall - ein Industriedenkmal - und seine Ausstellungen fand im Anschluss statt. Ein Replikat des Urpferds, das als Geiseltal-Pferdchen populär ist, ist ebenso wie die Nachbildung eines lebensgroßen Waldelefanten zu sehen.

 

In der Ausstellung zum Bergbau und zur Innovation im Geiseltal erfuhren wir Wissenswertes zum Braunkohleabbau, zu den Gruben im Geiseltal, zur Braunkohleverarbeitung. Modelle von Großgeräten und Transporttechnik veranschaulichen die Arbeit im Braunkohletagebau. Originale Werkzeuge und Gruben-Equipment zeigen den Stand der Technik zu unterschiedlichen Zeiten der Bergbauära.

 

Die Ausstellung zum Bau der ICE-Strecke Erfurt - Leipzig/Halle vermittelte Einblicke in das Entstehen der Bahnstrecke mit ihren imposanten Bauwerken wie der Saale-Elster-Talbrücke, der Unstruttalbrücke, dem Osterbergtunnel und dem Finnetunnel.

 

Nun ein Gruppenfoto mit der sechs Meter hohen Plastik des halleschen Künstlers Moritz Götze im Hintergrund (ein roter Waldelefant aus Stahl). Vollgestopft mit so vielen Informationen bestiegen wir unseren Bus und machten uns auf den Weg nach Freyburg.

 

Ein leckeres Abendessen zum Abschluß in Freyburg, nette Gespräche rund um das Erlebte, sowie viel Lob für die Organisation rundeten diesen schönen Tag ab.
 

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